Vorfahrt für E-Mobilität

März 3, 2015 in Allgemein von tobiashammerl

„Wenn wir die Mobiliätswende wollen, dann müssen wir auch die Infrastruktur dafür schaffen“, so der OV Vorsitzende und Stadtrat Tobias Hammerl. Der SPD Ortsverein Regensburg Altstadt möchte deshalb erreichen, dass in Zukunft bereits beim Bauen von Wohnungen sowie Parkhäusen und -Plätzen die Voraussetzungen für Elektromobilität geschaffen werden. Deshalb der der OV folgenden Antrag verabschiedet:

Vorfahrt für E-Mobilität

Oberstes Ziel einer nachhaltigen Mobiliätspolitik muss zum einen die effiziente Verzahnung aller verfügbaren Verkehrsträger sein. Zum anderen müssen kontextabhängig diejenigen Verkehrsträger gefördert werden, welche sowohl individuell, als auch gesellschaftlich die geringsten Kosten verursachen und gleichzeitig den höchsten Nutzen aufweisen. Dies sind für innerstädtische Individualverkehre insbesondere elektrisch betriebene Fahrzeuge wie Pedelecs, E-Bikes, E-Scooter und E-Automobile. Diese Verkehrsträger tragen zudem stark zu einer Reduzierung der Feinstaubbelastung in Regensburg bei.

E-Mobilität für Regensburg

Die SPD-Stadtratsfraktion möge deshalb beschließen, dass in Zukunft folgende Punkte Grundlage und Ziele der Regensburger E-Mobilitätspolitik seien:

  • Die Stadt Regensburg soll Bauträgern im Rahmen von Bebauungsplänen die Pflicht auferlegen, die zu errichtende Stellplätze für KfZ mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge auszustatten. Denkbar ist, dass im Gegenzug die Stellplatzverordnung so angepasst wird, dass weniger Stellplätze pro Wohnung realisiert werden müssen.
  • Die Stadt Regensburg soll Bauträgern ebenfalls im Rahmen von Bebauungsplänen wenn möglich auferlegen, absperrbare Abstellmöglichkeiten für hochwertige Pedelecs, Ebikes oder E-Scooter zu schaffen, welchen über frostsichere Lademöglichkeiten verfügen und den Ansprüchen von Versicherungen bzgl. des Diebstahlschutzes genügen.
  • Die Stadt Regensburg möge in Zusammenarbeit mit der REWAG Sorge tragen, dass ein Netz an öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung steht, welches möglichst bedienerfreundlich durch eine Kundenkarte oder das Smartphone benutzt werden kann. Es ist dabei Sorge zu Tragen, dass die Kunden nicht die Ladezeit, sondern die Strommenge bezahlen. Die REWAG soll dabei verpflichtet werden, an den Ladestationen nur Ökostrom anzubieten.
  • Die Stadt Regensburg soll in Zukunft in Parkhäusern und auf Großparkplätzen ein Kontingent an Stellplätzen für Elektrofahrzeuge reservieren und jedes Parkhaus mit einer Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge ausstatten. Besonders bevorzugt sollen dabei E-Car-Sharing-Anbieter werden.
  • Die Stadt Regensburg soll den Einsatz innovativer Verkehrsträger im Bereich der Elektromobilität prüfen.
  • Die Stadt Regensburg soll ihren eigenen Fahrzeugpark auf den verstärkten Einsatz innovativer Antriebstechniken überprüfen und hier eine Vorbildfunktion einnehmen.
  • Die Stadt Regensburg soll in ihren Dienststellen und Schulen Lademöglichkeiten für Pedelecs und E-Bikes schaffen.
  • Die Stadt Regensburg soll in einem Modellprojekt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine günstige Möglichkeit anbieten, ein Pedelec oder eines S-Pedelecs als Leasingfahrzeug zu bekommen, dies kann zum Beispiel im Rahmen einer Entgeltumwandlung oder eines Rahmenvertrages mit einem Anbieter geschehen.
  • Die Stadt Regensburg soll einem Verbund errichten oder beitreten (z.B. eine „Stromtreterregion“ werden, wie es die Stadt Ingolstadt ist), welcher Nutzern von Elektrofahrzeugen Informationen zu vorhandenen Dienstleistungsangeboten, wie Verleihmöglichkeiten oder Pannenhilfe, anbietet und neue Dienstleistungsangebote, etwa Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeugen in Gastronomien, erschließt und bewirbt.

Den Bericht der Mittelbayerischen Zeitung finden sie hier.