Vor“fahrt“ für Fußgänger und Radler an Ampeln

August 16, 2015 in Allgemein von tobiashammerl

IMG_1460Auf Initiative des AK Sozialpolitik der Regensburger SPD und des SPD Ortsvereins Regensburg Altstadt brachte Stadtrat Dr. Tobias Hammerl einen Antrag zur Optimierung der Lichtzeichenanlagen – im Volksmund Ampeln genannt – in Regensburg in den Stadtrat ein.

Ausgangspunkt dieses Vorstosses war die Initiative des Genossen Horst Frey, der im AK Sozialpolitik berichtete, dass an den großen Regensburger Kreuzungen die Ampelschaltungen für Fußgänger derart kurz sind, dass Fußgänger, insbesondere Ältere, Gehbehinderte aber auch Menschen mit Kinderwägen, mehrspurige Straßen nicht in einem Zug überqueren können und gezwungen sind, in der Mitte der Straße auf die nächste Grünphase zu warten.

„Wir wollen, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind“, so Horst Frey und Dr. Hammerl unisono. Die Gefahr der Staubildung sehen die beiden nicht. „Längere Grüphasen für Fußgänger und Radfahrer bedeuten ja automatisch auch längere Grünphasen für den Autoverkehr“, stellt Dr. Hammerl fest. Ein weiteres Anliegen ist für den Ortsverein und den AK Sozialpolitik die Anpassung der Ampelschaltungen an den Radverkehr an den Ausfallstraßen. „Wenn Sie die Prüfeninger Straße von der Lilienthalstraße an stadteinwärts fahren, dann sehen Sie, dass die folgenden drei Ampeln fast zeitgleich auf Grün schalten. Dies führt zum einen dazu, dass die Autofahrer Vollgas geben, zum anderen fürt es dazu, dass die Radfahrer an jeder Ampel halten müssen. Dies führt zu Sprintrennen der Autofahrer und Frust bei den Radfahrern. Wir wollen hingegen einen gleichmäßigen Verkehrsfluß erreichen.“, so Dr. Hammerl abschließend.

Im Folgenden der genaue Wortlaut des Antrages:

Antrag zur Optimierung von Lichtzeichenanlagen für Fußgänger und Radfahrer

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die SPD-Stadtratsfraktion bittet um Behandlung des o.g. Sachverhaltes in folgendem Sinn:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ampelschaltungen in der Stadt darauf zu überprüfen, in wie weit Optimierungen der Umlaufzeiten erfolgen können, die auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein Queren von mehrspurigen Straßen in einem Zug ermöglichen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, die technischen und rechtlichen Möglichkeiten für eine Neugestaltung des Übergangs von der Grün- zur Rotphase an Fußgänger- und Radfahrerfurten darzustellen, z.B. durch Einführung eins Blinksignals oder einer Gelb-Phase (Modellversuch Düsseldorf) für Fußgänger und Radfahrer. Ebenso wird die Verwaltung beauftragt, die Möglichkeit des Diagonalquerens an von Fußgängern stark frequentierten Kreuzungen, z.B. an der Kreuzung Galgenbergstr./Friedensstr. zu prüfen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ampelschaltungen für Radfahrer in den Straßenzügen zu optimieren, damit Radfahrer bei Normalgeschwindigkeit nicht an jeder Querung auf eine Rotphase treffen.

Begründung

Bei großen Kreuzungen mit Lichtzeichenanlagen ist es derzeit mobilitätseingeschränkten Menschen nicht möglich, diese im Rahmen einer Grünphase der Fußgängerampel zu überqueren. Dies widerspricht dem Ziel einer möglichst barrierefreien Stadt.

Der Kraftfahrzeugverkehr wird zu Lasten von Fußgängern und Radfahrern bevorzugt.

Diese Bevorzugung führt auch dazu, dass auf Ausfallstraßen Fahrradfahrer an nahezu jeder Querung auf die Rotphase auflaufen. Im Hinblick Regensburg zur „Fahrradfreundlichen Stadt“ zu entwickeln wäre deshalb eine Optimierung der Schaltung der Lichtzeichenanlagen wünschenswert.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Norbert Hartl                                                      Initiative: Stadtrat Dr. Hammerl

Fraktionsvorsitzender